Vorstandschaft bestätigt –
Hans Will ist neues Ehrenmitglied –
viele Ehrungen
Ein wichtiger Kulturträger weit über die Jurastadt hinaus ist die Weismainer Blasmusik. Dieses Engagement würdigte Bürgermeister Michael Zapf bei der Jahresversammlung. „Egal ob bei kirchlichen oder weltlichen Veranstaltungen, die Blasmusik ist dabei“, lobte er.
Eingeleitet hatte die Versammlung die Hauptkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Heimo Bierwirt mit dem Traditionsmarsch „Hoch Heidecksburg“. Im Laufe des Abends spielten sie auch moderne Blasmusik wie das groovige „Bad Boy Leroy Brown“ sowie klassische Blasmusik wie „Auf der Vogelwiese“, die „Kathrinen-Polka“ und den Frankenlied-Marsch. Die gelungene Bildpräsentation über das vergangene Jahr rundete den kurzweiligen Abend ab.
46 Musiker in der Kapelle
Die Blasmusik hat 345 Mitglieder, das sind acht mehr als im vergangenen Jahr, stellte 2. Vorsitzende Bianka Bähr erfreut fest. 46 davon spielen in der Kapelle. Das Durchschnittsalter liegt bei 34 Jahren. Es sind etliche Jugendliche dabei, die in der Bläserklasse vor zwei Jahren mit dem Musizieren begonnen hatten und in die Bläserjugend wechselten. Mit der Blasmusik Modschiedel und der Abt-Knauer-Grundschule ist es im Herbst gelungen, wieder eine Bläserklasse ins Leben zu rufen.
Das vergangene Jahr sei wieder sehr arbeitsreich gewesen. So gestaltete die Kapelle beim Kreismusikfest in Peulendorf bei den befreundeten „Pünzentaler Musikanten“ einen tollen Blasmusiknachmittag und begleitete insgesamt elf kirchliche Veranstaltungen wie den Bittgang nach „Bad Erlach“ und das Adventseinläuten. Zu den Höhepunkten zählten wieder die selbst ausgerichtete Weismainer Kirchweih im Kastenhof und die Martinigansverlosung. Beide sind wichtig wegen der Einnahmen. Sehr erfolgreich sei auch ein Instrumentenflohmarkt gewesen, bei dem alte Instrumente zum Kauf angeboten wurden. Ein Gememeinschaftserlebnis war der Besuch beim Patenverein Johannistal zu dessen 40-jährigen Bestehen.
Schöne Auftritte gab es beim Schützenfest in Weismain, dem Kreismusikfest in Uetzing, dem Konzert auf der Seebühne in Bad Staffelstein und dem Adventskonzert mit der Bläserjugend in der Pfarrkirche St. Martin. Die Gemeinschaft stärkten ein Essen in Wunkendorf, eine Frühjahrswanderung, eine Baumpflanz-Challenge und die Teilnahme am Gaudiwurm beim Fasching. Geplant sei wieder ein Mehrtagesausflug nach Polen, der schon fast ausgebucht ist.
Der 3. Vorsitzende und Geschäftsführer Daniel Schedel berichtete von sehr erfreulichen Kassengeschäften. Sehr zügig verliefen die Vorstandswahlen (ohne Änderungen in der Vorstandschaft).
Stellvertretender Kreisvorsitzender Nils Ködel würdigte das Engagement der Weismainer Blasmusik. Es sei nicht selbstverständlich, dass sogar eine Mitgliederversammlung so schön musikalisch ausgestaltet wird. Alle Mühen hätten sich gelohnt. Die Blasmusik präsentiere sich immer wieder in hervorragender Art und Weise. So lud er die Kapelle ein, bei der geplanten CD-Einspielung der Kreiskapellen mitzuwirken. Außerdem kündigte er ein Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim am 14. Oktober, um 19 Uhr in der Kordigasthalle Altenkunstadt an. Karten gibt‘s im Vorverkauf ab 1. April bei der Lottoannahmestelle in Altenkunstadt, der Touristinformation in Lichtenfels, in der Bürger- und Tourist-Information Bad Staffelstein und online über eventfrog.de.
Mann der ersten Stunde
Zusammen mit Vorsitzenden Jürgen Bauer ehrte Nils Ködel fünf Musiker für ihr langjähriges Musizieren. Außerdem zeichnete er langjährige Mitglieder aus (Infobox). Ein Höhepunkt war die Ernennung von Hans Will zum Ehrenmitglied. Er war 1963 Gründungsmitglied und spielt bis heute in der Kapelle. Er war beim ersten Auftritt 1964 bei der Erstkommunion genauso dabei wie 1965 bei der ersten Martinigansverlosung. Auch ist er immer bei der Kirchweih im Arbeitseinsatz und hat dabei meist Traktor und andere nötige Arbeitsmittel dabei. Die 1990 angeschaffte Tracht habe er immer mit Stolz getragen, sagte Vorsitzender Jürgen Bauer. Unter Beifall überreichte er Ernennungsurkunde und einen Ehrentrunk an das fränkisches Original, das Will nun mal ist.




