Kirchweih in Weismain 2010

Zünftige Stimmungsabende mit viel Musik

Kirchweih-Auftakt mit Standkonzert – Blasmusik seit 42 Jahren bewährter Gastgeber

WEISMAIN – Mit einem Standkonzert vor dem Rathaus, der anschließenden Abholung des Festwirtes und dem Bieranstich im Festzelt demonstrierten die Weismainer zum Auftakt der Kirchweih wieder ihr ausgeprägtes Heimatbewusstsein und die Pflege regionaler Kultur. Zwischen zwei Regenschauern bewegten sich die Blasmusik als Gastgeber sowie die Bürgermeister, Ratsmitglieder und Ehrengäste mit klingendem Spiel zum Festplatz im Kastenhof.

Auftakt war das Standkonzert der in stärkster Besetzung vertretenen Blasmusik. Die zahlreichen Zuhörer spendeten viel Beifall. Die „Bierprobe“ auf dem Gelände der Brauerei Püls offenbarte, dass auch in diesem Jahr ein „hervorragender Stoff“ ausgeschenkt wird. Bei leichtem Nieselregen bewegte sich der Festzug zum Kastenhof.

Hans Müller, der neue Vorsitzende der Blasmusik, zeigte sich über den zahlreichen Besuch im Festzelt erfreut. Nicht ohne Stolz stellte er fest, dass die Musiker in diesem Jahr zum 42. Mal die Kirchweih ausrichten. Mit einem Vergnügungspark für alle Altersgruppen, fränkischen Spezialitäten, diversen Getränken und zünftiger Blasmusik wurden die Gäste bewirtet und unterhalten.

Müller bedankte sich bei allen Helfern und Mitarbeitern, die während der vier Festtage im Einsatz sind. Allen Gästen und Besuchern wünschte der Vorsitzende viel Spaß und Unterhaltung.

Während ein kleiner Wolkenbruch auf das Zeltdach prasselte, griff Bürgermeister Udo Dauer, assistiert von Brauereichef Hans Püls, zu Bierhahn und Schlegel. Ein Schlag genügte dem Bürgermeister, um den ersten Banzen anzuzapfen. Der Bürgermeister zollte der Blasmusik und der Jugendblaskapelle uneingeschränktes Lob. Vor allem der Nachwuchs glänze beim Wertungsspielen mit ausgezeichneten Leistungen.

Dauer würdigte auch die Leistungen der Verantwortlichen der Blasmusik, die seit Jahrzehnten die weltliche Kirchweih gestalten. Den Gästen gab er den Rat, nach den Nerven kostendem Fußballspiel der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft die Seele baumeln zu lassen und tüchtig zu feiern. „Genießen Sie die Weismainer Kerwa“, forderte er alle auf und verwies auf die Tatsache, dass der Erlös der Festtage der Jugendarbeit zur Verfügung gestellt wird.

Die solide Anzapfleistung des Bürgermeisters wurde mit viel Beifall quittiert. Anschließend bot die Blasmusik unter Leitung von Klaus Eitzenberger ein Feuerwerk konzertanter Blasmusik. Immer wieder gab es stürmischen Applaus.

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Wertungspielen in Küps

Bestnote für die Jugend
Zwei Kapellen der Blasmusik beim Wertungsspiel erfolgreich.

Mit einem Paukenschlag endete für die Blasmusik das Wertungsspiel im Rahmen des Bundesbezirksmusikfestes in Küps. Während die Hauptkapelle mit dem Prädikat „Mit sehr gutem Erfolg“ abschnitt, landeten die Akteure der Bläserjugend mit der bestmöglichen Bewertung „ausgezeichnet“ den größten Erfolg ihrer noch jungen Musikerlaufbahn. „Unter der Leitung der sicher führenden Dirigentin versprühten die jungen Musikerinnen und Musiker große Spielfreude“, lobte die Wertungsspiel-Jury den Auftritt der Jugendkapelle. Darüber hinaus habe sich das 18-köpfige Orchester (darunter drei Mitglieder der Hauptkapelle“) als „homogener Klangkörper“ präsentiert.

Genauestens nahmen die Wertungsrichter den Vortrag der beide Wettbemelodien, das Pflichtstück „Hanseatic Suite“ und das Selbstwahlstück „Indian River“, unter die Lupe. Aus zehn verschiedenen Kriterien ergaben sich für die Weismainer 93 von möglichen 100 Punkten. Durch das damit verbundene Prädikat „Mit ausgezeichnetem Erfolg“ in der Grundstufe hat sich der wochenlange Probeneifer der Jungmusiker ausgezahlt. Die Leistung des von Marion Müller-Eitzenberger geleiteten Nachwuchses belegt sowohl die gute Ausbildungsarbeit des Vereins als auch den enormen Fortschritt, den die Jungmusiker in den vergangenen Monaten an den Tag legten. Anfang des vergangenen Jahres wagte der Musikverein einen nahezu kompletten Neuaufbau der Jugendkapelle, da mehrere Instrumentalisten zu den Erwachsenen gewechselt waren.

In der jetzigen Formation spielen die „Blasmusik-Küken“ erst seit etwa einem Jahr und absolvierten beim Weihnachtskonzert im Dezember ihren ersten öffentlichen Auftritt.

Beim Wettbewerb in Küps eröffnete die Hauptkapelle unter der Leitung von Klaus Eitzenberger den zweiten Wertungstag. Die Musiker wurden für „King Arthur“ (Pflichtstück) und „Kilkenny Rhapsody“ (Selbstwahlstück) mit dem Prädikat „Mit sehr gutem Erfolg“ in der Mittelstufe belohnt, wobei die Jury von einer „sauberen Leistung“ sprach. Auch die Erwachsenenkapelle des Musikvereins, die den Erfolg nach dem Wertungsspiel gebührend feierte, hatte sich auf die Teilnahme intensiv vorbereitet. Seit Jahresbeginn übten die 25 Musiker für den Auftritt in Küps, die Generalprobe bildete das gelungene Frühjahrskonzert im Kolpinghaus.

Insgesamt nahmen am Wertungsspiel in Küps 56 Orchester aus dem Nordbayerischen Raum teil, darunter sechs aus dem Landkreis Lichtenfels.

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Frühjahrskonzert Irische Folklore und Xylophon-Solo als Frühlingsboten

Blasmusik begeistert mit facettenreichem Konzert / Vorstellung von ausdrucksstarken Wertungsstücken

WEISMAIN – Eindrucksvoll stellte die Blasmusik mit ihrem Frühjahrskonzert am Samstag wieder einmal ihre Leistungsstärke und Vielseitigkeit unter Beweis. Die Zuhörer im Kolpinghaus erlebten während des in zwei Blöcke unterteilten Musikabends sowohl die konzertante, als auch die traditionelle Seite der Kapelle. Höhepunkte waren die Wertungsspiel- und die Solo-Stücke.

„Der Frühling ist ins Land gekommen und hat inzwischen Platz genommen.“ So begann das selbst verfasste Gedicht, mit dem Schlagzeuger Klaus Beßlein die Besucher im Kolpinghaus einstimmte. Er versprach dabei, den Winter in die Sommerpause zu schicken, und zwar „mit unseren eigenen Frühlingsboten, standesgemäß in Form von Noten“. Bevor die Hauptkapelle den musikalischen Reigen mit der feierlichen „Concert Fanfare“ von Kees Vlak eröffnete, hieß Vorsitzender Hans Müller die zahlreichen Besucher willkommen. Unter ihnen auch der Geistliche Beirat des Vereins, Pfarrer Sebastian Palapparampil, der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), Horst Sünkel, die Bürgermeister Udo Dauer und Gabi Huber sowie befreundete Musikvereine wie der Paterverein aus Johannisthal.

Der konzertante Teil des Konzerts bestand aus den Liedern, mit denen der Verein an den Wertungsspielen beim Bundesbezirksmusikfest in Küps teilnehmen wird: Die 25-köpfige Hauptkapelle präsentierte dem Weismainer Publikum erstmals ihr Wahlstück, die „Kilkenny Rhapsody“ (Kees Vlak). Das zugleich längste Stück des Abends kam mit seinen andächtigen und fröhlichen Passagen, in denen immer wieder Elemente irischer Folklore durchklangen, und abwechslungsreichem Einsatz der Rhythmusinstrumente (Xylophon, Trommel, Pauke) einem eigenem „Mini-Konzert“ gleich. Wegen des guten Zusammenspiels ebenso beeindruckend war das Pflichtstück: „King Arthur“ von Siegmund Andraschek rief den Zuhörern mit vielen Lautstärke- und Tempowechseln und majestätischem Flair die britische Sagenwelt vor Augen.

Auch die von Marion Müller-Eitzenberger dirigierte Jugendblasmusik stellte ihre Wertungsstücke vor. Unterstützt von zwei Mitgliedern der Hauptkapelle zauberten die 14 Nachwuchsmusiker zunächst mit „Sun Calypso“ (Luigi di Ghisallo), das mit Händeklatschen eingeleitet und von Rasseln begleitet wurde, karibische Atmosphäre ins Kolpinghaus, bevor in der „Hanseatic Suite“, die von Jacob de Haan anlässlich der Hansetage 1990 in den Niederlanden verfasst wurde, der Focus abwechselnd auf die einzelnen Instrumentalsektionen gelegt wurde.

Nach der Pause erfreute die Hauptkapelle, die im Wechsel vom Dirigententeam um Klaus Eitzenberger, Marion Müller-Eitzenberger und Gerhard Mager geleitet wurde, die Zuhörer mit traditionellen Klängen. Sowohl beim zünftige „Egerländer Musikantenmarsch“ von Ernst Mosch, als auch bei den Polkas „Morgengedanken“ (Norbert Gälle) und „Egerländer Perle“ (Johann Kaszner) sowie dem von seinem harmonischen Zusammenspiel von Klarinetten und Flügelhörnern lebenden Walzer „Moldau-Spaziergang“ (Jaroslav Hurt) kamen die Fans von böhmischer Blasmusik auf ihre Kosten.

Brillante Solisten

Aus dem Programm hervor stachen die beiden Soloauftritte: Harald Schneider brillierte mit seinem gefühlvollen Trompetenspiel zum melodiösen „Midnight Tears“ von Miroslav Kolstrunk junior. „Erinnerung an Zirkus Renz“ (Gustav Peter) hieß das heitere Tempostück, bei dem erstmals in der Geschichte der Weismainer Blasmusik ein Xylophon im Mittelpunkt stand; Schlagzeuger Reiner Spindler, der der Kapelle erst seit einem knappen Jahr angehört, erntete für sein von den übrigen Musikern umrahmtes fulminantes Spiel auf dem Schlaginstrument großen Applaus.

Das Programm endete mit dem Marsch „Viribus Unitis“ von Josef Bach, dessen Übersetzung („Mit vereinten Kräften“) die am Samstag vollauf gelungene Idee der Kapelle unterstrich, durch harmonisches Zusammenspiel die gesamte Bandbreite ihre Repertoires abzubilden. Belohnt wurden die Musiker mit lange anhaltendem Beifall, der zwei Zugaben, die bekannte Polka „Böhmischer Traum“ und das vom Publikum mitgesungene „Lied der Franken“, nach sich zog. Und auch die Ehrengäste zeigten sich von dem zweistündigen Frühjahrskonzert begeistert: NBMB-Kreisvorsitzender Horst Sünkel beglückwünschte die Blasmusik zu einem „gelungenen Konzertabend“. Vor allem sei es eine „Wohltat“ zu beobachten, mit welchem Engagement der Nachwuchs seine Instrumente spiele, warb Sünkel darum, Kinder und Jugendliche für die Blasmusik zu begeistern. Bürgermeister Udo Dauer lobte den Musikverein als „Aushängeschild für die Stadt Weismain“. Auch ihm hatten es besonders die Soli und die Wertungsstücke angetan, wobei aufgrund der gezeigten Leistungen „einem Erfolg beim Wertungsspiel nichts im Wege steht“.

Bericht von Stefan Lutter

Eröffnung mit einem selbstgeschriebenen Gedicht durch Besslein Klaus

Eröffnungsgedicht

Der Frühling ist ins Land gekommen
und hat auch schon  PLATZ  genommen,
gab sich mit Zeichen zu erkennen
die wir FRÜHLINGSBOTEN nennen.

Man denke an die Vogelschar
voran mit Meister Adebar
deren Gesang klingt frisch und munter,
die Gärten werden wieder bunter
und auch wir Menschen blühen auf,
sehnsüchtig warteten wir drauf.

Uns Musikern hing ebenfalls
der Winter längst schon aus dem Hals.

Heut treIben wir ihn aus dem Hause,
und schicken ihn in Sommerpause
mit unseren eigenen Frühlingsboten.
Standesgemäß in Form von Noten,
die wir zu einem Strauß nun binden
Mögen sie Ihren Gefallen finden.

Aus Ventilen, Klappen mit Fellen und Zügen
wünschen wir Ihnen viel Vergnügen.

So leihen Sie uns nun Ihr Ohr
denn! Live und in TECHNI COLOR
spielt jetzt für Sie mit viel Geschick
Ihre WEISMAINER BLASMUSIK

Generalversammlung 2010

Die Geschicke der Blasmusik seit 1963 geprägt

Ludwig Eitzenberger gibt Amt des Vorsitzenden ab / Hans Müller der Nachfolger

WEISMAIN. Ein Mann, der die Geschicke der Blasmusik seit der Wiedergründung im Jahre 1963 geprägt hat wie kaum ein anderer, tritt ab: Bei der Generalversammlung am Donnerstag erklärte Vorsitzender Ludwig Eitzenberger, die Verantwortung aus Altersgründe in jüngere Hände legen zu wollen. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder des bisherigen geschäftsführenden Vorsitzenden Hans Müller. 

Ludwig Eitzenberger gehörte der Vorstandschaft des Musikvereins von 1963 bis 1994 als geschäftsführender Vorsitzender an, vor 16 Jahren löste er Paul Lawatsch als 1. Vorsitzender ab. „Wenn die 47 Jahre Revue passieren lasse, kann ich feststellen, dass sich die Arbeit gelohnt hat und die Freizeit sinnvoll für die Allgemeinheit eingesetzt wurde“, blickte der scheidende Vorsitzende auf seine Amtszeiten zurück, in denen 41 Kirchweihen, drei Bundesbezirksmusikfeste und ein Kreismusik gefeiert wurden.

Ein großes Anliegen war Eitzenberger stets die Ausbildung von Jungmusikern. Nicht ohne Stolz verkündete er am Donnerstag: „Wenn heute alle anwesend wären, die das Einmaleins des Musizierens bei uns gerlenrt haben, bräuchten wir schon einen sehr großen Saal“. Auch deshalb bat er die künftige Vorstandschaft, sich weiterhin intensiv um den Musikernachwuchs zu kümmern, um die seit dem Jahre 1743 bestehende Tradition des Vereins fortzusetzen. Sein Dank galt allen Personen und Vorstandsmitgliedern, die ihn während der vergangenen Jahrzehnte unterstützten, insbesondere seinem langjährigen Weggefährten Paul Lawatsch.

Große Sorgen um die Zukunft „seiner“ Blasmusik braucht sich Ludwig Eitzenberger allerdings nicht zu machen, da die Mitglieder das Amt des Vorsitzenden im Zuge der Neuwahlen in bewährte Hände gaben: Einstimmig sprachen sie sich für Hans Müller als Nachfolger aus, der seit 16 Jahren hervorragende Arbeit als geschäftsführender Vorsitzender leistete. Die „Müller-Doppelspitze“ machte die Versammlung komplett, indem sie den verdienten aktiven Musiker Norbert Müller zum neuen Geschäftsführer bestimmten.

Auch die restlichen Neuwahlen gingen problemlos über die Bühne. Kassiererin Elke Bähr und Protokollführer Gerhard Mager wurden in ihren Ämtern bestätigt, bei der Chorführung löst Christine Wicke Manuela Denscheilmann an. Letztere gehört dafür gemeinsam mit Otto Beßlein und Ludwig Graßmann dem Vereinsausschuss an, dessen Ersatzmitglieder Heike Krapp, Joachim Bähr und Eric Pfaffenberger heißen. Für die Prüfung der Kasse sind weiterhin Anton Beßlein und Adolf Stutz zuständig.

Zuvor hatte Ludwig Eitzenberger in seiner letzten Amtshandlung die Versammlung, die diesmal im Pfarrzentrum abgehalten wurde, eröffnet. Altbürgermeister Fritz Dietz bedankte sich im Namen der Stadt bei der Vorstandschaft und den Mitgliedern für die vielfältige Weise, auf die die Blasmusik das kulturelle Leben der Stadt bereichere. Exemplarisch nannte er die von den Kapelle umrahmten kirchlichen Ereignisse: „Eine Prozession ohne Musik wäre wie eine Kirchweih ohne Bier und Bratwürste“.

Während einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden anschließend der im abgelaufenen Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder Georg Knorr, Baptist Schrenker, Margarete Schmidtlein, Hans Murmann, Georg Rehe, Leo Will, Jürgen Riedelbauch und Karl Dietz. Während seines Rückblicks richtete Eitzenberger seine ersten Dankesworte an den Ehrenvorsitzenden Paul Lawatsch: Noch immer unterstütze er die Blasmusik nach Leibeskräften, unter anderem bei der Organisation der Kirchweih, dem Sammeln der Preise für die Martini-Gans-Verlosung und bei der Übernahme von Gratulationen. Weiterhin würdigte Ludwig Eitzenberger die Verdienste des geschäftsführenden Vorsitzenden Hans Müller, des aus Marion Müller-Eitzenberger, Klaus Eitzenberger und Gerhard Mager bestehenden Dirigenteams, sowie aller Vorstandsmitglieder und Standartenträger Georg Schmatz, der dieses Amt bedauerlicherweise nach 25-jähriger Tätigkeit nicht mehr ausführen könne.

Auch auf die Jugendarbeit ging Eitzenberger ein. Hier dankte er Bläserjugend-Dirigentin und Ausbildungs-Koordinatorin Marion Müller-Eitzenberger ebenso wie den Ausbildern und der Jugendleitung mit Vorsitzender Carmen Bähr; zugleich sprach er die Hoffnung aus, dass die Jugend weiter fleißig übe, um „für die Zukunft ein wesentlicher Pfeiler des Vereins“ zu werden. Lohn der Mühen in den vergangenen Wochen sei es, dass sieben Nachwuchskräfte vor kurzem die theoretische Prüfung für das Jungmusiker-Leistungsabzeichen des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) bestanden haben; die praktischen Prüfungen auf den Instrumenten stünden kurz bevor.

Einen umfassenden Rückblick über das Geschehen im Verein der vergangenen beiden Jahre lieferte Hans Müller in seiner Eigenschaft als geschäftsführender Vorsitzender. Traditionsgemäß habe die Blasmusik wieder alle kirchlichen und weltlichen Feiern der Stadt Weismain mitgestaltet. Insgesamt kann die Kapelle eine beeindruckende Bilanz von 52 (2008) und 60 (2009) musikalischen Einsätzen vorweisen, wobei bei allen Auftritten zum Teil auch die Jugend eingebunden. Besonders erinnerte Müller an das Ständchen zur Bürgermeisterwahl, die Hochzeit der Dirigenten Marion Müller und Klaus Eitzenberger und den 70. Geburtstag von Ludwig Eitzenberger vor zwei Jahren sowie die Festbesuche und den gelungenen großen Ausflug nach Italien im vergangenen Jahr.

In seinem Resümee ging der Geschäftsführer, der außerdem über die finanzielle Situation der Blasmusik informierte, auch auf die arbeitsaufwändigsten Veranstaltungen im Jahresprogramm – Kirchweih, Gansverlosung und Bewirtung des Rathauskellers am Buß- und Bettag – ein und erwähnte weitere gesellige Aktivitäten wie die „Faschingsprobe“, das Gartenfest mit Helferessen, eine Familienwanderung und die Weihnachtsfeier. Sein Dank galt neben dem unermüdlichen Vorsitzenden Ludwig Eitzenberger auch  Stadtpfarrer Sebastian Palapparampil für die kostenlose Überlassung der Probenräume im Pfarrzentrum sowie an Anni Eitzenberger, die die Musiker dort bewirtet und die Räume sauber hält. Abschließend gab Müller den Mitgliederstand bekannt: Zurzeit gehören der Blasmusik 454 Frauen und Männer an; davon sind einschließlich der Auszubildenden 59 als aktiv beim NBMB gemeldet.

Die Schlussworte kamen vom neuen Führungsduo: Als geschäftsführender Vorsitzender bedankte sich Norbert Müller bei Ludwig Eitzenberger für dessen Engagment über viele Jahrzehnte und sprach die Hoffnung aus, dass er dem Verein weiterhin mit Rat und Tat die Treue halte. Er selbst werde sich bemühen, sich ebenso wie sein Vorgänger für die Weismainer Blasmusik einzusetzen, erklärte Müller, bevor Hans Müller auf das Frühjahrskonzert hinwies, das bereits am kommenden Samstag, 27. März, um 20 Uhr im Kolpinghaus stattfindet. Für die musikalische Unterhaltung des Abends sorgte die Blaskapelle, die unter der Leitung von Marion Müller-Eitzenberger einige Stücke aus ihrem Repertoire zum Besten gab.

von Stefan Lutter